UV- und Fernrotlicht im Cannabisanbau: Wie und wann man es am besten einsetzt, um den größtmöglichen Nutzen zu erzielen

Nutzung von UV- und Fernrotlicht im Cannabisanbau: Optimierung von Qualität, Ertrag und Pflanzengesundheit

Ultraviolettes (UV-) und fernrotes Licht haben sich im Cannabisanbau als wirkungsvolle Werkzeuge erwiesen und bieten Vorteile bei der Schädlingsbekämpfung, Krankheitsvorbeugung, Steigerung des Cannabinoidgehalts und Verbesserung der Pflanzenmorphologie. Eine unsachgemäße Anwendung kann jedoch die Pflanzen-DNA schädigen, den Ertrag mindern oder die Pflanzenstruktur beeinträchtigen. Um ihr volles Potenzial auszuschöpfen und gleichzeitig Risiken zu minimieren, ist es unerlässlich, UV- und fernrotes Licht zum richtigen Zeitpunkt und in der richtigen Dosierung anzuwenden.


Warum sollte man UV-Licht bei Cannabispflanzen einsetzen?

Integriertes Schädlingsmanagement (IPM):
UV-Licht trägt zur Reduzierung von Mehltau, Trauermücken, Spinnmilben und anderen Schädlingen bei. Studien zeigen, dass UV-Strahlung die pflanzeneigenen Abwehrmechanismen stärken und so Schädlings- und Krankheitszyklen wirksam unterbrechen kann. Beispielsweise belegte eine Studie von Robson et al. (2019), dass UV-Licht die Abwehrreaktionen von Pflanzen gegen häufige Krankheitserreger verbessern kann.

Erhöhte Cannabinoid- und Terpenproduktion:
UV-Strahlung löst in Pflanzen eine Stressreaktion aus, die zu einem Anstieg des THC-, CBD- und Terpengehalts führt. Die Ergebnisse sind jedoch uneinheitlich. Eine Studie von Rodriguez-Morrison et al. (2021) beobachtete nur minimale Veränderungen der Cannabinoid- und Terpenproduktion durch alleinige UVB-Bestrahlung und unterstrich damit die Bedeutung der spezifischen Wellenlänge, Dosierung und des Zeitpunkts der Bestrahlung. Im Gegensatz dazu ergaben Untersuchungen von Huebner et al. (2024), dass die UV-Behandlung den Gehalt an Terpenen wie Linalool, Limonen und Myrcen signifikant erhöhte – was zu einem intensiveren Aroma und einem höheren therapeutischen Potenzial beiträgt –, ohne das Cannabinoidgleichgewicht zu stören.

Sauberere und stärkere Pflanzen:
UV-Licht kann dazu beitragen, die mikrobielle Kontamination zu reduzieren, ein gesünderes Pflanzenwachstum zu fördern und die Einhaltung strenger mikrobiologischer Teststandards zu gewährleisten.


Wann sollte man UV-Licht bei Cannabispflanzen einsetzen?

1. Qualität: Während der letzten 2–3 Wochen der Blüte
Der beste Zeitpunkt für die Anwendung von UV-Licht ist das Ende der Blütephase. Hier ist der Grund:

  • Ertragsminderung vermeiden:
    Eine frühe UV-Bestrahlung kann die Pflanzen-DNA schädigen und die Biomasse reduzieren. Durch die Anwendung von UV-Licht erst in den letzten Wochen vor der Wachstumsperiode können die Pflanzen ausreichend an Masse zunehmen, bevor Stressfaktoren auftreten. Verwenden Sie UV-Licht während des gesamten 12/12-Zyklus mit bis zu 100 % Leistung – steigern Sie die Intensität jedoch langsam und beobachten Sie dabei die Reaktion der Pflanzen.

  • Auslöser für Reaktionen des Schutzharzes:
    Eine kontrollierte UV-Bestrahlung im späten Wachstumsstadium aktiviert die natürlichen Abwehrmechanismen der Pflanze, stimuliert eine gesteigerte Harzproduktion und erhöht den Gehalt an Öl, Cannabinoiden und Terpenen, ohne den Ertrag zu beeinträchtigen.

2. IPM: UV-Licht nachts anwenden – vorsichtig
Cannabispflanzen reagieren empfindlich auf Lichtzyklen, daher muss die Anwendung von UV-Licht in der Nacht mit Vorsicht erfolgen, um Störungen der Photoperiode zu vermeiden.

  • Bester Zeitpunkt:
    Nutzen Sie UV-Licht 10–30 Minuten vor dem Einschalten des Lichts und/oder 30 Minuten unmittelbar nach dem Ausschalten. Studien, darunter auch Arbeiten der Cornell University, zeigen, dass die Feinstaubabwehrmechanismen nachts heruntergefahren werden – UV-Licht ist daher in diesen Übergangszeiten besonders wirksam.


Wie man UV-Licht sicher und effektiv anwendet

1. Angemessene Intensität und Dauer
Viele UV-Lösungen mit geringer Leistung (10–30 W) sind zu schwach, um aussagekräftige Ergebnisse zu erzielen. Für eine effektive Anwendung werden leistungsstarke Lösungen wie die 100–180-W-UV-Systeme von Mammoth empfohlen.

  • UVB (um 310 nm): Steigert die THC-Produktion bei minimalem Pflanzenstress.

  • UVA (um 400 nm): Fördert das Wachstum und unterstützt die Harzentwicklung durch Überlappung des PAR/Blau-Spektrums.

Beginnen Sie stets mit kurzen Belichtungszeiten und steigern Sie diese schrittweise.

2. Schädlings- und Krankheitsbekämpfung mit UV-Licht

  • Echter Mehltau (PM): UV-Licht 30 Minuten nach dem Ausschalten der Beleuchtung und erneut 30 Minuten vor dem Einschalten der Beleuchtung anwenden, um die anfälligen Zeitfenster für Krankheitserreger zu erreichen.

  • Spinnmilben und Thripse: Stellen Sie sicher, dass das UV-Licht alle Teile der Baumkrone erreicht – direkte Bestrahlung ist für die Wirksamkeit entscheidend.

3. Sicherheitsüberlegungen

  • Schutz für Mensch und Umwelt: UV-Licht ist schädlich für Augen und Haut. Tragen Sie geeignete Schutzausrüstung und vermeiden Sie direkte UV-Strahlung.

  • Umweltkontrolle: Verwenden Sie UV-Zeitschaltuhren, um den Lichtzyklus und die Pflanzenentwicklung nicht zu stören.


Die Rolle des fernen Rotlichts beim Cannabisanbau

Was ist Fernrotlicht?
Fernrotes Licht (700–750 nm) ist ein Lichtspektrum, das knapp jenseits des sichtbaren roten Lichts liegt. Es beeinflusst die Pflanzenmorphologie, indem es auf das Längenwachstum, die Kronenstruktur und die Blütenbildung einwirkt.

Der Emerson-Effekt: Die Rolle des Fernrots bei der Wachstumsförderung
Der Emerson-Effekt tritt auf, wenn Fernrotlicht mit anderen Lichtwellenlängen (wie Rot und Blau) kombiniert wird. Dadurch wird die Effizienz der Photosynthese gesteigert. Pflanzen können so Energie effektiver nutzen, was zu schnellerem Wachstum und höheren Erträgen führt.

Wie und wann man Fernrotlicht verwendet

1. Vollzeitnutzung für gesteigerte Wachstumseffizienz
Die kontinuierliche Verwendung von Fernrotlicht fördert das Pflanzenwachstum, verbessert die Lichtabsorption und steigert den Gesamtertrag.

2. Morphologiekontrolle: Streckwachstum vs. Kompaktwachstum

  • Zur Förderung der Dehnung: Verwenden Sie Fernrotlicht mit reduzierter Intensität auf anderen Kanälen.

  • Um die Pflanzen kompakt zu halten: Schalten Sie den Fernrotkanal ab oder reduzieren Sie seine Intensität. Dies begrenzt übermäßiges Längenwachstum und sorgt für eine kompaktere, robustere Pflanzenstruktur.

3. Strategischer Einsatz während der Blütephase

  • Erste 5–15 Tage der Blüte: Wenn Sie verhindern möchten, dass die Pflanzen in die Höhe wachsen, verwenden Sie Far Red in dieser frühen Phase gezielt (niedrig bis aus).

  • Nach der Streckungsphase: Sobald die gewünschte Höhe erreicht ist, kann eine Erhöhung des Fernrotanteils dazu beitragen, die Pflanzenstruktur zu erhalten.


Die Zukunft von UV- und Fernrotlicht im Cannabisanbau

UV- und Fernrotlichttechnologie revolutionieren den Anbau von Cannabis in Innenräumen und Gewächshäusern. Sie sind zwar keine Allheilmittel, aber bei richtiger Anwendung äußerst wirkungsvolle Werkzeuge. Die Kombination von UV- und Fernrotlicht mit geeigneten Klimatisierungsmaßnahmen, hochwertigen Pflanzenlampen und strategischen Managementplänen führt zu höheren Erträgen, besserer Qualität und gesünderen Pflanzen.

Für Anbauer, die UV- und Fernrot-Technologie testen möchten, bieten wir leistungsstarke, präzisionsgefertigte Lösungen an, die speziell für den Cannabisanbau entwickelt wurden.

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Weiterführende Literatur und Forschung


2 Kommentare


  • Michael Field

    I want this advice for the mammoth 10 bar with UV. Dimming information wanted also.
    Thanks. The light Rocks..


  • Miky

    Hey i was comparing alot of lights and i endet up whit the top 3 number 3 being tarantula / number 2 being hlg / number 3 being nova sun series i am just not sure which 1 i should buy is the 10 board whit uv integraded made in such a way that i can just run it in veg and flower or the uv has to be dimmed cus its too strong and not usefull fot vegging plants?
    i would like to have you experts,s advice
    Ty for you time!❤️


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